Siedlung

Der demographische Wandel und der steigende Komfortanspruch der Menschen in Bezug auf Wohnraum, Arbeit, Freizeitgestaltung und Mobilität generieren immer neue Herausforderungen. Denn Eines bleibt gleich - der Platz, den wir zu Verfügung haben. Um der Zersiedelung der Vergangenheit Einhalt zu gebieten, die auf Kosten der Landschaft und der Natur zum heutigen Siedlungsband Rheintal beigetragen hat, gilt es nun Gegensteuer zu geben.

Anstatt sich auszubreiten, muss der Platz, den wir beanspruchen möglichst effizient genutzt werden. Gleichwohl soll die äusserst hohe Lebensqualität beibehalten, oder gar weiter ausgebaut werden. Mit intelligenten Konzepten können heute Siedlungen entstehen, welche Wohnraum, Gewerbe, Grünzonen und Erschliessung so miteinander kombinieren, dass Kulturland geschont und die Zersiedlung gestoppt werden kann.


Regionale Arbeitszonen Schweiz (Betriebsgebiete)

Im Bereich der Arbeits- und Betriebsgebiete besteht Klärungsbedarf, um im Agglomerationsprogramm klare Aussagen machen zu können.
Entsprechen die Reserven nachweislich dem künftigen Bedarf? Wie können die Reserven geordnet entwickelt werden? Wie wird mit nicht verfügbaren Reserven umgegangen? Sind die Nutzungen auf die Verkehrssituation abgestimmt? Sind verkehrsseitig Verbesserungsmassnahmen nötig? Existiert eine Ansiedlungspolitik, welche die richtigen Nutzungen an den richtigen Standort lenkt?

Eine Klärung und Einigung in diesen Fragen wird zuerst auf der Schweizer Seite des Agglomerationsperimeters gemeinsam mit den 12 St. Galler Rheintaler Gemeinden erarbeitet. Eine effiziente Verkehrsplanung muss sich zwingend auf eine regional abgestimmte Siedlungspolitik abstützen, denn dies ist eine der Grundvoraussetzungen, um überhaupt Bundesmittel für den Bau von Infrastrukturprojekten zu erhalten. Deshalb hat die verbindliche Klärung dieser Fragen hohe Priorität.
 
Die Mitgliedsgemeinden auf Schweizer Seite diskutierten an zwei Workshops die regionale Strategie für Arbeitszonen. Dabei waren sich die Teilnehmenden einig, dass aktuell die bestehenden, bereits eingezonten Reserven optimal genutzt und Lücken bei der Arealerschliessung geschlossen werden sollen. Für die künftige Standortentwicklung wurden mögliche Gebiete identifiziert. Ob und wann diese Standorte eingezont werden, ist noch nicht geklärt. 

Wohn- und Mischzonen
Die beauftragten Planer erarbeiten momentan einen Vorschlag für die Siedlungsstrategie.Gemäss den Richtlinien des Bundes zum Programm Agglomerationsverkehr (RPAV) muss die Teilstrategie Siedlung darlegen, wie und wo die Innenentwicklung / Siedlungsverdichtung stattfindet. Zudem muss aufgezeigt werden, wo das Agglomerationsprogramm in Bezug zum kantonalen Richtplan ansetzt und wie es diesen konkretisiert und weiterentwickelt.

Die Siedlungsstrategie ersetzt nicht die Ortsplanung. Sie soll aber die wesentlichen Elemente der Siedlungsentwicklung aufzeigen (Innenentwicklung, Entwicklungsschwerpunkte, Siedlungsverdichtung im Bestand, ggf. Siedlungsgrenzen, Zentrumsentwicklung u.ä.).